Werke / Works of art

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Théière grise"
(Graue Teekanne)
Farblithographie 1947
49,2 x 64,2 cm Abb. 36,2 x 54,5 cm
sign. num.
Auflage ca. 80 Exemplare
Vallier, Mourlot, 35, 15
[17589]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Helios V"
(Helios V)
Farblithographie 1948
66 x 50 cm Abb. 51 x 42 cm
Auflage ca. 80 Exemplare
Vallier, Mourlot, 40, 11,
[16425]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Le jockey"
(Der Jockey)
Farbaquatintaradierung 1954
32,5 x 50 cm Pr. 14,3 x 28,7 cm
sign. num.
Auflage ca. 80 Exemplare
Vallier, Hatje 94, 62
[11955]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Pommes et Feuilles"
(Äpfel und Blätter)
Farblithographie 1958
50 x 65,5 cm Abb. 30,5 x 45 cm
sign. num.
Vallier, Mourlot, Hatje 114, 47, 71
[11913]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Oiseau des forêts (Oiseau XVII)"
(Waldvogel, Vogel XVII)
Farblithographie 1958
72,4 x 54 cm Abb. 39,5 x 46,5 cm
sign. num.
Auflage 100 Exemplare
Vallier, Mourlot 127, 50
[16303]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Août"
(August)
Farbradierung aus der Suite zu "Août" 1958
25 x 32,5 cm
sign. num.
Auflage 140 Exemplare
Vallier, Cramer 135 S. 191, 16
[14830]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Août"
(August)
Radierung aus der Suite zu "Août" 1958
25 x 32,5 cm
sign. num.
Auflage 140 Exemplare
Vallier, Cramer 135 S. 192 oben, 16
[14831]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Août"
(August)
Radierung aus der Suite zu "Août" 1958
25 x 32,5 cm
sign. num.
Auflage 140 Exemplare
Vallier, Cramer 135 S. 192 unten, 16
[14832]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Août"
(August)
Radierung aus der Suite zu "Août" 1958
25 x 32,2 cm Abb. 10,5 x 13,5 cm
sign. num.
Auflage 140 Exemplare
Vallier, Cramer 135 S. 193 unten, 16
[16197]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Thalassa II"
Farbaquatintaradierung 1959
37 x 48 cm Abb. 10,5 x 30,5 cm Pr. 10,5 x 26,5 cm
sign. num.
Auflage 60 Exemplare
Vallier, Hatje 140, 87
[15016]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
zu "Georges Braque -
Nouvelles Sculptures et plaques gravées"
Farbradierung 1960
38,4 x 28,6 cm Abb. 25,2 x 19,0 cm Pr. 30,0 x 25,0 cm
sign. dat. bez.
Auflage ca. 58 Exemplare
Vallier 152
[14613]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"L'essor I"
(Der Aufflug I)
Farblithographie 1961
48 x 65,5 cm Abb. 26 x 34,5 cm
sign. num.
Auflage ca. 110 Exemplare
Vallier, Mourlot, Hatje 161, 100, 98
[11911]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"L'oiseau dans le feuillage"
(Der Vogel im Blattwerk)
Farblithographie 1961
80 x 104,3 cm
sign. num.
Auflage 50 Exemplare
Vallier, Mourlot 164, 102
[17103]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Oiseau vert sur fond brun"
aus Apollinaire "Si je mourais là-bas"
Farbholzschnitt der Vorzugsausgabe auf Japan Imperiale 1962
47 x 37 cm Abb. 34 x 33,5 cm
sign. num.
Vallier 181 S. 247 l.u.
[14620]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Nature morte: Les pommes"
aus Apollinaire "Si je mourais là-bas"
Farbholzschnitt 1962
37 x 47 cm Abb. 18,5 x 27 cm
sign. num.
Vallier 181 S. 250 r.u.
[14619]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Fleurs violettes" (Violette Blumen)
aus Apollinaire "Si je mourais là-bas"
Farbholzschnitt auf Pergament 1962
47 x 37 cm Abb. 13 x 20 cm
sign. num.
Vallier 181 S. 252 l.o.
[15723]

Georges Braque
(Argenteuil 1882 - 1963 Paris)
"Nature morte: La musique"
aus Apollinaire "Si je mourais la-bas"
Farbholzschnitt auf Pergament 1962
37,3 x 46,8 cm Abb. 21 x 32 cm
sign. bez.
Auflage ca. 120 Exemplare
Vallier 181 S. 252 r.u.
[17587]
Biografie
| 1882 | Georges Braque wird am 15. Mai in Argenteuil-sur-Seine geboren. |
| ca. 1890 | Übersiedlung der Familie Braque nach Le Havre. |
| 1897 | Braque beginnt mit dem Besuch der Abendklassen in der Kunstschule von Le Havre. |
| 1899 | Er verlässt die Schule und wird von einem Dekorationsmaler in Le Havre als Lehrling eingestellt. |
| 1900 | Er geht im Winter nach Paris, um seine handwerkliche Ausbildung fortzusetzen. Er wohnt auf dem Montmartre und besucht Abendklassen des Cours Municipal in Batignolles, um malen und zeichnen zu lernen. |
| 190102 | Einjähriger Militärdienst. |
| 1902 | Zurück auf dem Montmartre, besucht er die Malkasse in der Académie Humbert, wo er sich mit Marie Laurencin und Francis Picabia anfreundet. Es entstehen seine ersten Familienbildnisse. Er besucht öfters den Louvre und interessiert sich dort besonders für ägyptische und frühgriechische Plastik, sowie für Poussin und Corot. Häufige Besuche des Musée du Luxembourg, sowie der Galerien von den Kunsthändlern Durand-Ruel und Vollard. Dort entdeckt er die Malerei der Impressionisten; seine Vorliebe gehört Renoir, Monet, Cézanne, van Gogh und Seurat. |
| 1903 | Im Herbst tritt Braque ins Atelier von Léon Bonnat an der Ecole des Beaux-Arts in Paris ein, das er nach zwei Monaten verlässt, um zur Académie Humbert zurückzukehren. |
| 1904 | Sommeraufenthalt in der Bretagne. Nach Paris zurückgekehrt, mietet er sich im Herbst ein eigenes Atelier auf dem Montmartre und beginnt, unter Verzicht auf weitere technische Ausbildung, für sich zu malen. |
| 1905 | Sommeraufenthalt in Honfleur und Le Havre. Sehr beeindruckt von dem Saal der Fauves im Salon d'Automne, schließt sich Braque, veranlasst durch seine Bekanntschaft mit den in Le Havre geborenen Malern Raoul Dufy und Othon Friesz, dieser Gruppe an. |
| 1906 | Im März stellt Braque 7 Bilder im Salon des Indépendants aus. Begleitet von Friesz, verbringt er den Sommer malend in Antwerpen, wo die ersten Fauve-Bilder entstehen. Im Herbst geht er nach L'Estaque. |
| 1907 | Im Februar Rückkehr nach Paris. Im März stellt er 6 Bilder im Salon des Indépendants aus, die alle verkauft werden. Begegnung mit Matisse, Vlaminck und Derain. Er fährt im Mai nach Ciotat, wo Friesz ihn später aufsucht. Im Oktober kehrt Braque nach Paris zurück und stellt ein Bild im Salon d'Automne aus, wo in einem Nebensaal eine Gedächtnisausstellung des kürzlich verstorbenen Malers Cézanne gezeigt wird. Der junge deutsche Kunsthändler Kahnweiler, der vor einigen Monaten eine Galerie in der Rue Vignon in Paris aufgemacht hat, kauft viele Bilder und schließt mit Braque einen Vertrag für sein ganzes uvre ab. Begegnung mit Guillaume Apollinaire, der Braque in das Atelier von Pablo Picasso führt, wo er das angefangene Bild "Les Demoiselles d'Avignon" sieht. |
| 1908 | Sommeraufenthalt in L'Estaque. Unter dem Einfluss von Cézanne entstehen seine ersten kubistischen Bilder. Raoul Dufy schließt sich Braque für kurze Zeit an. Entstehung des ersten Kupferstiches "Etude de Nue". Seine Bilder werden von der Jury des Salon d'Automne abgelehnt. Im November findet seine erste Kollektiv-Ausstellung mit 27 Bildern in der Galerie Kahnweiler statt. |
| 1909 | Er stellt im März 2 Bilder im Salon des Indépendants aus. Der Kritiker Louis Vauxcelles spricht von seinen "bizarreries cubiques". Braque verbringt den Sommer zusammen mit Derain in La Roche-Guyon und Carrières-St. Denis. Beginn einer engen Freundschaft mit Picasso. Die analytische Phase des Kubismus setzt ein. |
| 1910 | Sommeraufenthalt in L'Estaque. Im Winter stellt er bei der Neuen Künstler-Vereinigung in München aus. |
| 1911 | Erste Verwendung von Buchstaben in seiner Malerei. Braque verbringt den Sommer zusammen mit Picasso in Céret und kehrt im Oktober nach Paris zurück. In diesem und im nächsten Jahr entstehen zahlreiche kubistische Radierungen. |
| 1912 | Heiratet Braque Marcelle Lapré. Im Juli geht er zusammen mit Picasso nach Sorgues (Vaucluse), wo er sich ein Haus mietet. Es entstehen die ersten Collagen (papier collé). Die synthetische Phase des Kubismus setzt ein. Teilnahme an der Sonderbundausstellung in Köln und an der zweiten Blauen-Reiter-Ausstellung in München. |
| 1913 | Werke von Braque werden in der Armory Show in New York gezeigt. |
| 1914 | Ausstellungen von 38 Bildern in Dresden und anschließend in Berlin. Sommeraufenthalt bis zur Kriegserklärung in Sorgues. Danach wird Braque Soldat. |
| 1915 | Am 11. Mai erleidet er bei Carency (Artois) eine schwere Kopfverletzung. Trepanierung - Braque wird vom Wehrdienst befreit. |
| 1916 | Im April Genesungsaufenthalt in Sorgues. |
| 1917 | Am 15. Januar veranstalten seine Freunde zur Feier seiner Genesung in Paris ein großes Festessen. Sommeraufenthalt in Sorgues - er beginnt wieder zu malen. Enge Beziehungen zu Henri Laurens und Juan Gris. Léonce Rosenberg wird anstelle von Kahnweiler Braques Kunsthändler in Paris. |
| 1918 | Stilistisch wird Braques Malerei eine zeitlang von den Bildhauerarbeiten seines Freundes Henri Laurens beeinflusst. Farbige Spätphase des synthetischen Kubismus. Anfang einer langen Serie von "Guéridons" (Stilleben auf einem runden Tisch), die bis in die dreißiger Jahre fortgesetzt wird. |
| 1920 | Im Januar stellt er 4 Bilder im Salon Indépendants aus. Kahnweiler kehrt nach einer Abwesenheit von 6 Jahren nach Paris zurück, eröffnet seine Galerie Simon und wird wieder Kunsthändler von Braque. Im Oktober stellt er 3 Bilder im Salon d'Automne aus, wo gleichzeitig eine Gedächtnisausstellung von Renoir mit vielen seiner Spätwerke stattfindet. |
| 1921 | Er schafft seine erste Lithographie "Nature morte III" |
| 1922 | Anfang einer Serie von "Cheminées" (Kamine), die den "Guéridons" verwandt sind. Im Oktober stellt er auf Einladung 18 Bilder im Salon d'Automne aus, darunter seine ersten großen weiblichen Figuren (Canéphores). Alle Bilder werden verkauft. Übersiedlung vom Montmartre zum Montparnasse. |
| 1924 | Verlässt er Kahnweiler und schließt einen neuen Vertrag mit dem Kunsthändler Paul Rosenberg. Dieser zeigt im Mai in seiner Galerie, Rue de la Boëtie, die erste Ausstellung mit Werken von Georges Braque. |
| 1925 | Übersiedlung in das Haus 6 Rue du Douanier (Parc Montsouris), wo er bis zu seinem Tode lebt. |
| 1928 | Stilwechsel - seine Malerei wird trockener. Sommeraufenthalt in Dieppe. Anfang der Serie kleiner Strandbilder, die bis 1960 fortgesetzt wird. |
| 1931 | Braque, der bisher zur Sommerfrische in den Süden (Sorgues) gefahren ist, verbringt seine Ferien zum ersten Mal in Varengeville (bei Dieppe) in einem Haus, das er dort für sich bauen ließ. In seiner Malerei erscheinen zum ersten Mal Figuren aus der griechischen Mythologie, die in einem dekorativen linearen Stil behandelt werden. |
| 1932 | Im Auftrag von Vollard macht Braque 16 Kupferstiche als Illustrationen zu der "Théogonie" von Hesiod. Im selben Jahr gelingt ihm mit der Farblithographie "Athênêe" eines seiner graphischen Meisterwerke. |
| 1933 | Erste große retrospektive Ausstellung in der Kunsthalle Basel. Dekorative Motive spielen eine immer größere Rolle in seiner Malerei. |
| 1936 | Anfang einer Serie von großen figürlichen Kompositionen. Retrospektive Ausstellung im Palais des Beaux-Arts in Brüssel. |
| 1937 | Braque erhält anlässlich der internationalen Ausstellung im Carnegie Institute, Pittsburgh, für sein Bild "Das gelbe Tischtuch" den Carnegie-Preis. |
| 1939 | Erstes Atelier-Bild. Er beginnt sich für Kleinplastiken zu interessieren. |
| 193940 | Retrospektive Ausstellungen seiner Arbeiten werden in Chicago, Washington und San Francisco veranstaltet. |
| 1940 | Braque fährt im Frühjahr nach Varengeville, anschließend nach Limousin und in die Pyrenäen. Rückkehr nach Paris im Herbst, wo er während des Krieges bleibt. |
| 1941 | Serie von "Intérieurs" und "Stilleben", in denen die Einsamkeit und Monotonie seines Pariser Lebens während des Krieges spürbar werden. Erneuter Stilwechsel. |
| 1944 | Sommeraufenthalt in Varengeville. Beginn einer Serie von "Billard". |
| 1945 | Schwere Krankheit; Braque hört für mehrere Monate auf zu malen. Nachdem er 10 Jahre lang graphisch nicht mehr tätig war, beginnt er - nun motiviert durch Fernand Mourlot - eine Phase, in der zahlreiche meist farbige Lithographien entstehen; beginnend mit "Phaéton (Char I)". |
| 1946 | Anfang einer Serie von farbigen Lithographien im Atelier Mourlot, Paris zum Thema "Hélios" (Sonnengott). |
| 1947 | Im Juni wird die erste Ausstellung in der Galerie seines neuen Kunsthändlers, Aimé Maeght veranstaltet. Anfang der großen Serie von Atelier-Bildern. |
| 1948 | Erhält den ersten Preis der Biennale von Venedig für sein Bild "Le Billard" von 1945. Das Leitmotiv eines Vogels beginnt eine große Rolle in seinem Werk zu spielen. Der Vogel bleibt vorerst noch statisch auf dem Boden, erhebt sich aber in den folgenden Jahren in die Lüfte, nachdem ihn seine Stilleben "viel zu lange auf der Erde festgehalten haben". |
| 194849 | Große retrospektive Ausstellungen im Museum von Cleveland und im Museum of Modern Art in New York. |
| 1949 | Die ersten Atelier-Bilder werden vollendet. Im Auftrag von Louis Jouvet schafft er Entwürfe für "Tartuffe" von Moliére. In den beiden Radierungen Théogonie I und II fasst er das Thema von Hesiod erneut auf. |
| 195253 | Im Auftrag der Nationalmuseen Frankreichs führt Braque drei große Deckengemälde für den Saal Henri II (Etruskische Kunst) im Louvre aus. |
| 1953 | Retrospektive Ausstellungen in der Kunsthalle Bern und im Kunsthaus Zürich. Im Winter wird er erneut krank. In graphischen Arbeiten wie der Lithographie "Le char II (Le char)" greift er die Themen Hélios und den Streitwagen immer wieder erneut auf. |
| 1954 | Er malt Glasfenster für eine romanische Dorfkirche in Vaengeville. |
| 1956 | Ende der Serie von Atelier-Bildern. Große retrospektive Ausstellung in der Scottish Royal Academy in Edinburgh und in der Tate Galery in London. Er befasst sich besonders mit dem Thema des Vogels in seiner Malerei und im graphischen Werk. Im November findet eine große Ausstellung seiner Plastik und Graphik im Museum Boymans in Rotterdam statt. |
| 1958 | Retrospektive Ausstellung seines gesamten graphischen Werkes in Genf (Athénée). Weitere Ausstellungen im Palazzo Barberini in Rom (wo er den Feltrinelli-Preis erhält) und während der Biennale in Venedig. |
| 1960 | Retrospektive Ausstellung in der Kunsthalle Basel. Ausstellung seines gesamten graphischen Werkes in der Bibliothèque Nationale in Paris. |
| 1961 | Retrospektive Ausstellung "L'Atelier de Braque" im Louvre. |
| 1963 | Braque stirbt am 31. August in seiner Pariser Wohnung. |