Antoni Clavé

Ausstellung in der Galerie Boisserée

27.02.–05.04.2008

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

Malerei und Graphik

5. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Deux gants"

Mischtechnik und Collage auf Papier über Spanplatte 1972

56 x 76 cm

sign. dat. bet.

[8339]


Zur Eröffnung am Mittwoch, den 27. Februar 2008 um 18.00 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.


Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 84 Seiten und
69 meist farbigen Abbildungen zu Euro 15.


Alle Exponate der Ausstellung können auch hier angesehen werden:


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den
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Pressetext zur Ausstellung
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Werke

1. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Maquette pour l'emboitage de "Carmen""

Gouache 1945

28,7 x 48 cm

sign. dat. bet.

vgl. Passeron Seite 174

[16723]


Antoni Clavé

1913 in Barcelona geboren, beginnt als Autodidakt mit Illustrationen und dem Entwurf von Bühnenbildern. Im zweiten Weltkrieg misslingt im Jahr 1940 ein Fluchtversuch vor den Deutschen nach Venezuela, Clavé bleibt in Frankreich und zieht nach Paris. Seine in dieser Zeit gegenständliche Malerei steht unter den Einflüssen von Bonnard und Vuillard. Die Freundschaft zu Picasso, den er 1944 in Paris kennenlernt und mit dem er neben anderen spanischen Künstlern 1946 in der Tschechoslowakei ausgestellt wird, beeinflusst die Malerei Clavés hin zu einer zunehmenden Abstraktion des Gegenständlichen. 1956 widmet er sich ganz der Malerei. Es entstehen Bilder von Königen und Kriegern, die fortschreitende Abstraktion gewinnt eine unverwechselbare, persönliche Handschrift. In den 60er und 70er Jahren verschwindet die Figur fast gänzlich, und es entsteht das eigentlich gegenstandslose Werk mit einer kraftvollen, materialbetonten malerischen Sprache, die häufig durch Collage von Textilien und Papieren unterstützt wird. Auch in der Graphik gelingt es Clavé, durch die Technik der Carborundumradierung, die Liebe zum Materialhaften im Tiefdruck umzusetzen. Nach wichtigen Einzelausstellungen in Museen und Galerien in Zürich, Barcelona, Paris und Tokio erhält Antoni Clavé 1978 eine umfassende Retrospektive im Centre Pompidou/Musée d'Art Moderne. 1984 wird dem damals 71jährigen Künstler der spanische Pavillon der BIENNALE von Venedig gewidmet.

Die am 27. Februar beginnende Ausstellung konnte unmittelbar aus dem Nachlass des Künstlers zusammengestellt werden und zeigt schwerpunktmäßig Arbeiten auf Papier und farbige Radierungen aus dem abstrakten Werk der 70er und 80er Jahre.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 84 Seiten und 69 meist farbigen Abbildungen zu Euro 15.

Auszüge der Ausstellung werden auch auf unserem Stand auf der diesjährigen Art Cologne vom 16. bis 20. April 2008 zu sehen sein.

Alle Exponate der Ausstellung können auch hier angesehen werden:

2. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Point vert, point rouge"

Mischtechnik über collagierter Monotypie 1972

76 x 57 cm

sign. dat.

[16305]

3. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le gant"

Gouache, Farbkreidestift, Monotypie und Collage auf Papier 1972

55,9 x 42,5 cm

sign. dat. bet.

[16304]


"Ich bin kein intellektueller Maler,
noch weniger ein theoretischer, aber ein instinktiver.
Ich kann nichts dafür. So bin ich eben."
Antoni Clavé

4. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Anko et gant"

Mischtechnik und Collage auf Papier 1972

90,4 x 63,4 cm

Exemplar épreuve d'essai sign. bez.

vgl. Passeron 293 u. 297, Gaspar 164 u. 169

[16895]

5. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Deux gants"

Mischtechnik und Collage auf Papier über Spanplatte 1972

56 x 76 cm

sign. dat. bet.

[8339]

6. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"3 ronds noir"

Farbradierung (épreuve unique) 1973

76 x 56,5 cm

sign. bez.

nicht bei Passeron und Gaspar

[16890]

7. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le gant ocre"

Farbcarborundumradierung (épreuve unique) mit Collage 1973

76,1 x 56,7 cm

sign. bez.

nicht bei Passeron und Gaspar

[16886]


"Die Wahl der Werkstoffe ist sehr relativ. Manchmal wähle ich sie gar nicht aus;
vielmehr sind sie es, die mir zufällig in die Hand geraten. Ich beginne nie mit der festen Absicht,
ein bestimmtes Material für ein bestimmtes Sujet zu verwenden. Vor kurzem musste ich einsehen,
dass eine ganze Serie von Druckplatten quasi ein eigenständiges Werk darstellte und
nicht einfach als Medium für die Herstellung von Abzügen diente.
Ich habe aber zunächst nicht daran gedacht, sie auszustellen, wirklich nicht,
denn ihnen war eine andere Rolle zugedacht..."
Antoni Clavé

8. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Points bleus"

Farbcarborundumradierung (épreuve unique) mit Collage 1974

90,1 x 64 cm

sign.

vgl. Passeron 323 und 330, Gaspar 178 A und 179

[16887]

9. Antoni Clavé, Druckplatte zu

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

Druckplatte zu "La gloire des rois II"

Aluminiumplatte mit applizierten Prägeblechen 1974

47 x 71 cm

vgl. Passeron Seite 175, Gaspar 214

[16877]

10. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Avec Ankos"

Mischtechnik mit Montage einer Radierplatte und Collage auf Hartfaser 1974/1986

80 x 66 cm

[16880]

11. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Gants"

Mischtechnik mit Collage auf Papier 1975

75,5 x 55,6 cm

sign. dat. bet.

[16891]


"Ich beginne nie mit einer klar umrissenen Idee, und ich sage mir auch nicht,
ich werde in diese Richtung oder in jene suchen – ich weiß es zu Beginn einfach nicht,
wohin es mich trägt. Ich beginne buchstäblich wie ein Blinder in dunkler Nacht,
denn wenn ich auch genau wüsste, was ich suchen wollte, ich würde es nicht finden;
ich würde komplett versagen... Ich glaube, man weiß nie, was man sucht.
Ich für meinen Teil, ich jedenfalls, weiß es nicht."
Antoni Clavé

12. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le gant de Madison Avenue"

Mischtechnik und Collage über Radierung 1975

90,5 x 63,7 cm

sign. dat. bet.

vgl. Passeron 343, Gaspar 192

[16894]

13. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Ankos Octobre 86"

Mischtechnik mit Collage über Graphik auf Papier 1975/1986

101,4 x 75 cm

sign. dat. bet.

[16893]

14. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"A St John Perse"

Öl und Nussbeize auf Papier, auf Leinwand montiert und übermalt 1976

146 x 114 cm

dat. bet.

[16881]

15. Antoni Clavé, Druckplatte zu

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

Druckplatte zu "Avec des agrafes"

Druckplatte aus appliziertem Holz, Nägeln und Blech 1979

74 x 57 cm

[16878]

16. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Instrument étrange (bleu)"

Mischtechnik aus Radierung, Collage, Kreide, Blindprägung, Gouache 1979

73,4 x 56,4 cm

sign.

[16889]

17. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Instrument étrange (flèche rouge)"

Radierung (épreuve unique) auf Glanzpapier montiert, Collage, übermalt 1979

90,1 x 64 cm

sign.

nicht bei Passeron und Gaspar

[16888]


"Um mich … zu befreien, habe ich mich großformatigen Stein-, Zink- oder Kupferplatten zugewandt,
und ich finde sie noch jetzt nicht groß genug. Ich würde mit Vergnügen eineinhalb Meter
große Stiche oder Radierungen anfertigen, wenn sie in meiner Presse Platz fänden."
Antoni Clavé

18. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Rouge, noir et bleu"

Épreuve unique mit Übermalung und Collage 1979

90,8 x 63,3 cm

sign.

nicht bei Passeron

[16896]

19. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Avec des punaises"

Radierung (épreuve unique), mit Übermalung und Collage 1980

76 x 56,5 cm

sign.

vgl. Gaspar 232, Locarno Seite 161 (69)

[16885]

20. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Modèle 1953"

aus der Serie: "Vue à New York"

Öl und Collage auf Leinwand 1989

146 x 85 cm

sign. bet.

[16675]

21. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Octobre 89 - Howard Street"

Öl und Collage auf Leinwand 1989

162 x 130 cm

sign. dat. bet.

Locarno Seite 130 Nr. 50, Cabanne Seite 321

[16882]

22. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le point rouge"

Mischtechnik und Collage auf Papier 1992

77,1 x 56,4 cm

sign. dat.

[16892]


"Vielleicht bin ich eher dazu bestimmt, "Verschiedenheiten" zu machen,
anstatt einer "seriösen" Sache – warum nicht?"
Antoni Clavé

23. Antoni Clavé, ohne Titel

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

ohne Titel

Mischtechnik und Collage auf Monotypie 2000

37,2 x 18 cm

sign. dat.

[16306]

24. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Candide ou l'Optimisme"

Vorzugsausgabe mit Zeichnung und zahlreichen Lithographien

Buch 1946-1948

34 x 28 cm x 7,5 cm

Exemplar 29 num.

Auflage ca. 250 Exemplare

Passeron Seite 174

[16743] [16742]

25. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le roy boit"

Farblithographie 1954/55

64,6 x 49,5 cm Abb. 49,8 x 38,7 cm

Exemplar 29/200 sign. num.

Auflage ca. 200 Exemplare

Passeron 41, Locarno Seite 230 (01)

[17057]

26. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Composition"

Farbaquatintaradierung 1966

77 x 56,8 cm Abb. 69,4 x 49,5 cm

Exemplar 17/25 sign. num.

Auflage ca. 30 Exemplare

Passeron 151, Gaspar 74, Locarno Seite 240 (11)

[17195]


"Was nun neue, mir unbekannte Werkstoffe betrifft, an die ich gerate,
so verwende ich alles darauf, um mich damit "anzufreunden".
Ich denke stets an den berühmten Satz von Picasso, den jedermann kennt:
"Ich suche nicht – ich finde..."
Das trifft zu, zumal was mich angeht."
Antoni Clavé

27. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Carton, ficelle et flan de journal"

Farbcarborundumradierung 1967

63 x 84,6 cm Pr. 49,7 x 68,9 cm

Exemplar E.A. sign. bez.

Auflage 62 Exemplare

Passeron 159, Gaspar 83

[16319]

28. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Ocre, noir et bleu"

Farbcarborundumradierung 1968/1978

56,8 x 75,7 cm Pr. 39,8 x 59,5 cm

Exemplar 70/75 sign. num.

Auflage 95 Exemplare

vgl. Passeron 186, Gaspar 96

[17005]

29. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Bleu-rouge"

Farbaquatintaradierung 1969

55,8 x 76,7 cm Abb. 48,9 x 69 cm

Exemplar 14/80 sign. num.

Auflage 90 Exemplare

Passeron 200

[17196]

30. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Sans titre VI"

Farbcarborundumradierung 70er Jahre

56 x 38 cm Pr. 44,5 x 23,5 cm

Exemplar 51/100 sign. num.

Auflage 100 Exemplare

nicht bei Passeron und Gaspar

[8401]

31. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Mod.7"

Farbradierung mit Prägedruck 70er Jahre

75,7 x 55,7 cm

Exemplar 12/99 sign. num.

Auflage 99 Exemplare

nicht bei Passeron

[8367]

32. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Ètoile et gant"

Bronze 1970

41 x 33,5 cm x 4,3 cm

Exemplar 4/6 sign. num.

Auflage 6 Exemplare

[16903]

33. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"A Rouge"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1970

57 x 76,2 cm Pr. 39,5 x 69,5 cm

Exemplar E.A. sign. bez.

Auflage 100 Exemplare

Passeron 226

[16314]

34. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"En vert et rouge"

Farbaquatintaradierung mit Prägedruck 1971

90 x 63,5 cm

Exemplar 66/75 sign. num.

Auflage 85 Exemplare

Passeron 265

[17197]

35. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Ciel"

Farbcarborundumradierung 1971

76,4 x 57,2 cm

Exemplar E.A. sign. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 258

[16312]

36. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Beau fixe 3"

Farbcarborundumradierung 1971

75,8 x 56,3 cm

Exemplar 68/75 sign. num.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 260

[16320]

37. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"A Albrecht Dürer"

Farbcarborundumradierung 1971

76 x 57 cm

Exemplar E/A sign. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 267

[16311]

38. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Gant blanc"

Farbcarborundumradierung 1971

78,7 x 63 cm Pr. 64,1 x 50,1 cm

Exemplar E.A. sign. bez.

Auflage 100 Exemplare

Passeron 274

[16316]

39. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"El guant"

Farbcarborundumradierung 1971

62,8 x 77,2 cm Pr. 50 x 64 cm

Exemplar H.C. sign. bez.

Auflage ca. 85 Exemplare

Passeron 283

[16865]

40. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Retour du Japon"

Farbcarborundumradierung 1972

80,1 x 63,5 cm Pr. 75,7 x 59,7 cm

sign.

Auflage ca. 95 Exemplare

Passeron 289, Locarno Seite 248 (19)

[17061]

41. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Lettres au pochoir"

Farbcarborundumradierung 1973

76,3 x 56,5 cm

sign.

Auflage 100 Exemplare

Passeron 312, Gaspar 172, Locarno Seite 251 (22)

[17059]

42. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Servando V"

Farbcarborundumradierung über Lithographie 1973

66 x 57 cm

Exemplar E.A. H/J sign. num. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 315

[16310]

43. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Gris, noir, blanc, rouge"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1973

81,8 x 63 cm Pr. 64,6 x 49,7 cm

Exemplar F/J sign. num. dat.

Auflage 100 Exemplare

Passeron 320

[16315]

44. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Trois points blancs"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1974

56,5 x 76,1 cm

Exemplar A/J sign. num.

Auflage 100 Exemplare

Passeron 327

[16313]

45. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"L'homme au masque"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1974

90,8 x 63,1 cm

sign. num.

Auflage ca. 100 Exemplare

Passeron 329, Gaspar 181

[16866]

46. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"La tache bleu"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1974

81,3 x 63,3 cm Abb. 72 x 63,3 cm

Exemplar 22/75 sign. num.

Auflage 85 Exemplare

Passeron 331

[16321]

47. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Sans titre"

Farbcarborundumradierung 1974

76,2 x 56,5 cm

Exemplar EA X/X sign. num. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 340

[17060]


"Wenn ich mich in meinem Atelier aufhalte, meine ich nicht dasjenige,
das ich heute glücklicherweise belegen kann.
Müsste ich in einem Bedienstetenzimmer arbeiten, es käme auf dasselbe heraus:
Das Atelier, das ist das Viereck, wo ich arbeite;
es ist meine Höhle, mein Kokon, wo nicht einmal meine Frau eintritt.
Es ist so, ich brauche das..."
Antoni Clavé

48. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"20.12.74"

Farbcarborundumradierung 1974

81,5 x 63,1 cm Abb. 75,2 x 63,1 cm

Exemplar E.A.V/X sign. num. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 342

[16317]

49. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Arète et flan de journal"

Farbcarborundumradierung 1975

80,1 x 62,6 cm

Exemplar E.A. VIII/X sign. num. bez.

Auflage 60 Exemplare

Gaspar 196

[16318]

50. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Le gant de New York"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1975

76,2 x 56,5 cm

Exemplar F/J sign. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 343

[16435] [16682]

51. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Avec des étoiles II"

Farbcarborundumradierung mit Prägedruck 1975

76,2 x 56,8 cm

Exemplar 4/75 sign. num.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 344

[16434]


"Eine neue Technik? ... Ich bin mir nicht sicher, ob es heute noch wirkliche neue Techniken gibt
– neu in Bezug zu was? ... und wann? Vielleicht neue Bezeichnungen...
Schon immer wandte man verschiedene Techniken an, die man nicht unbedingt als klassisch bezeichnen würde.
Siehe Braque und Picasso um 1912 bis 1913 und ihre Collagen;
die "Bild-Bauten", wieder von Picasso; Marcel Duchamp und sein Flaschenkorb, seine "gestopften Absätze"
... Ich kann mich nicht täuschen, 1913 ist mein Geburtsjahr, und da existierten diese Techniken schon!"
Antoni Clavé

52. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Point noir - point rouge"

Farbcarborundumradierung 1975

56,5 x 76 cm

Exemplar EA V/X sign. num. bez.

Auflage 85 Exemplare

Passeron 346

[16390]

53. Antoni Clavé, ohne Titel, Passeron 349

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

ohne Titel

Farbcarborundumradierung über Lithographie 1975

75,5 x 55,5 cm

Exemplar sign. num.

Auflage ca. 60 Exemplare

Passeron 349

[11605]

54. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Mlle Marguerite"

Farbcarborundumradierung 1975

76,2 x 56,6 cm

Exemplar E.A.IX/X sign. num. bez.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 354

[17058]

55. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Un bleu, deux noirs"

Farbcarborundumradierung 1975

63,2 x 81,3 cm

Exemplar 17/75 sign. num.

Auflage 95 Exemplare

Passeron 356

[16392]

56. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Assemblage de gants"

Farbcarborundumradierung 1976

124 x 167,3 cm Pr. 102 x 147,5 cm

Auflage 30 Exemplare

nicht bei Passeron und Gaspar

[16897]


"...beispielsweise die Handschuhe: Ich habe damit während einigen Jahren gearbeitet,
seit 1970 glaube ich, doch in diesem Fall fühlte ich mich nie vom Material,
sondern ganz einfach allen von der Form angezogen: von der Form des Handschuhs."
Antoni Clavé

57. Antoni Clavé,

Antoni Clavé

(Barcelona 1913 - 2005 Saint-Tropez)

"Carmen"

Farbaquatintaradierung mit Prägedruck 1978

76,1 x 56,5 cm

Exemplar 105/250 sign. num.

Auflage 250 Exemplare

nicht bei Passeron

[16864]

Biografie und Werkdaten

Seine Kindheit

Antoni Clavé wird 1913 in Barcelona geboren, wo er bis 1934 mit seiner Mutter wohnt. 1918 kam er in die Primarschule und danach ins hispano-amerikanische Kollegium. Seit dem Alter von 13 Jahren, seit 1926, ist er gezwungen zu arbeiten, zunächst als Gehilfe in einem Textiliengeschäft für Futterale. Gleichzeitig schreibt er sich für Abendkurse an einer berufsbegleitenden Kunstschule ein. Dort belegt er Modellieren in der Klasse von Angel Ferran und Zeichnen bei José Mongrell. Dabei lernt er Eduald Serra, Jordi Casals, Ramon Martím, Grau Sala, Hermán Picó und andere kennen.

Seine Ausbildung

José Mongrell findet für ihn eine Arbeit als Fassadenmaler-Lehrling bei Tolosa. Durch die Aneignung des Handwerks und dessen Techniken wie das Herstellen von Tünch, Putz, Leim und später das Mischen von Farben, lernt der junge Clavé die Techniken von Freskomalerei, Schriftenmalerei, Illusionsmalerei usw. kennen.

Im Jahre 1928 entsteht als eines seiner ersten Werke das Porträt seiner Großmutter mütterlicherseits. Er bleibt 1930 in Anstellung bei Tolosa, um seinen eigenen und den Lebensunterhalt seiner inzwischen gelähmten und ganz auf ihn angewiesenen Mutter zu verdienen. Daneben belegt er weiter Abendkurse an der Kunstschule, nun aber an deren Hauptabteilung. Dort begegnet er Salvador Ortiga, mit dem er sich in tiefer Freundschaft verbindet. Ortiga berät und beeinflusst seinen Schützling während dreier Jahre.

1932 verlässt Clavé die Kunstschule. Als er den zweiten Preis in einem Plakatwettbewerb der Sparkasse Barcelona gewinnt, fühlt er sich ermuntert, seine Arbeit als Fassadenmaler aufzugeben. 1934 verwendet Clavé für seine Arbeiten für Werbung und Bühnenbilder bereits die neuen, von der damaligen künstlerischen Avantgarde erstmals angewendeten Materialien: Collagen aus verschiedenem Werkstoff, Seilen, bedruckten Stoffen, Wellkarton, Zeitungspapier usw. Zusammen mit seinem Freund Salvador Ortiga sucht er nach weiteren neuen Werkstoffen, die er dann Jahre später in Paris auch gebraucht. Plakatmalerei und Bühnenbilder beanspruchen ihn die ganze Zeit, was seine damalige geringe bildnerische Produktion erklärt.

Der spanische Bürgerkrieg

1936 bricht der spanische Bürgerkrieg aus. Clavé geht 1937 an die Front von Aragon, wo er in einer Infanterie-Kompanie als Soldat 2. Klasse eingezogen wird. 1938 kehrt er nach Barcelona zurück. Zusammen mit seinem Freund Marti Bas erstellt er Bühnenbilder für das Armee-Theater. Im Januar 1939 trifft er mit den Resten der republikanischen Armee in Frankreich ein und wird in Piras de Molló bei Perpignan im Lager Haras interniert. Aufgrund der Intervention des Roussilloner Malers Martin Vivés entlässt man ihn kurz darauf zusammen mit Pedro Florès und Fontseré.

Clavé stellt seine Gouachen und Bleistiftzeichnungen, die er im Internierungslager angefertigt hat, im Patisserie- und Tee-Salon "Maison Vivant" der Mademoiselle Marie Martin in Perpignan aus. Sie und der Maler Vivés bieten ihm Kost und Logis, weil er während seines Aufenthaltes in Perpignan bis in den April hinein ohne Einkünfte bleibt.

Am 5. April kommt Clavé in Paris an. Ohne Papiere und nur mit ein paar wenigen Francs in der Tasche, die ihm die Ausstellung in Perpignan einbrachte. Er wird empfangen von französischen Freunden, die er in Barcelona vor dem Bürgerkrieg kennen gelernt hatte. Bei den Brüdern Sarsanedes trifft er den Arzt Anguerra de Sojo, welcher ihn einem Verlag für Kinderbücher empfiehlt, für den er dann Comics zeichnet.

Der Zweite Weltkrieg

Im April 1940 stellt er in der Buchhandlung "Au Sans Pareil" ohne jeglichen finanziellen Erfolg aus. Im Juni stehen die Deutschen vor den Pforten vor Paris. Clavé plant seine Emigration nach Venezuela. Es gelingt ihm, die Hauptstadt zu verlassen, doch in Malesherbes versperren deutsche Panzer die Strasse und zwingen ihn zur Umkehr.

1941 bezieht Clavé sein erstes Atelier an der Rue Boissonnade 45. Er erstellt Lithographien für die "Chansons du Passé" von Paul Arma, die aber erst 1944 erscheinen.

1942 wird ihm sein Sohn Jacques geboren. Im Mai trifft Clavés Mutter in Paris ein. Es ist eine Epoche, in der er von Bonnard und Vuillard beeinflusst wird. Es ist auch das Jahr seiner ersten Ausstellung in Paris mit Marti Bas, Bosc und Grau Sala in der Galerie Castelucho.

Clavé führt 1943 die Lithographien für "Tot l‘Any" von Rafael Tassis und für "Lettres d‘Espagne" von Prosper Mérimée aus. 1944 begegnet er Picasso, was für sein ganzes weiteres Lebenswerk von tiefgreifender Bedeutung bleibt. Ausstellung in der Galerie Henri Joly.

Die Nachkriegszeit 1945 bis 1950

1946 Reise in die Tschechoslowakei aus Anlass der Ausstellungen der spanischen Künstler in Prag mit Picasso, Borès, Dominguez, Florès, Lobo, Fenosa, Condoy, Vinès u.a.

In dieser Periode realisiert er sehr bedeutende Bühnenbilder und Kostüme für Ballett: "Los Caprichos", Ballets des Champs-Elysées, Paris, 1946; "Carmen", Ballets de Paris von Roland Petit, Paris, 1949; "Ballabile", Sadler’s Welles Ballet, Convent Garden, London, 1950.

Ebenfalls schafft er Bühnenbilder für zahlreiche Aufführungen wie "La Dame de Pique" von Puschkin und "Carmen" von Prosper Mérimée 1946; 1948 verwirklicht er Lithographien für "Candide" von Voltaire; 1950 beginnt er mit den Illustrationen zu "Gargantua" von Rabelais, welche ihn zu neuen Sujets inspirieren: "Hommage à Zurbarán", König der Kartenspieler, mittelalterliche Persönlichkeiten, Krieger, usw.

Es folgen zahlreiche Ausstellungen: Galerie Delpierre, Paris, 1946; ab 1947 in London bei l’Anglo-French Art Center; ab 1948 in der Galerie Robert Martin in Oran (Algerien) und er gewinnt einen der Preise Hallmark in New York; weitere Stationen sind Malmö 1949 und Göteborg 1950.

Internationaler Durchbruch

1951 stellt er in der Galerie Witcomb in Buenos Aires und in Rom in der Galleria dell‘Obelisco aus. 1952 reist er durch die USA und stellt 1953 in Paris bei Drouant-David aus.

Seine Bühnenbilder und Kostüme für Theater und Ballett sind ein essentieller Teil seiner Arbeit: "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia Lorca, Festival de Biarritz und Théâtre de l’Œuvre, Paris, 1951; "Revanche", Ballett von Ruth Page, Chicago Opéra Ballet, 1951; "Don Perlimplin" von Federico García Lorca am Festival du XXe siècle, Paris, 1952; "Figaros Hochzeit" von Mozart, Festival d’Aix-en-Provence, 1952; "Deuil en 24 heures", Ballett von Roland Petit nach Vladimir Pozner, Paris, 1953.

1954 beschließt Clavé, die Bühnenbildnerei und Buchillustration aufzugeben um sich fortan nur noch der Malerei zu widmen.

Mehrere Ausstellungen im Ausland sind die Folge: Galleria dell’Obelisco in Rom und Galleria del Sole in Milano 1954; Tooth Gallery, London 1955. Im gleichen Jahr realisiert er gleichwohl noch das Bühnenbild und die Kostüme für "La Peur", Ballett von Roland Petit, was aber seine letzte Bühnenausstattung bleibt.

Er verschreibt sich vollständig der Malerei

1956 beendet er eine ganze Serie von Königen, Königinnen und Kriegern. Er greift dabei zurück auf die Collagetechnik, die er aber vollständig in seine Malerei integriert. Er erhält den Unesco-Preis für Graphik an der 28. internationalen Kunst-Biennale von Venedig und stellt in der Sala Gaspar von Barcelona aus.

1957 entwickelt er erstmals seine Arbeiten auf Teppich, die er in der Galerie Beyeler in Basel, im Musée d‘Art moderne in Bilbao und in der Stephen Silagy Gallery in Los Angeles zeigt. Er erhält den Preis "Matarasso" an der "Ve Biennale" von Sao Paulo.

Die Galerie Creuzevault organisiert 1958 in Paris seine erste wichtige Ausstellung. Clavé erhält den Preis "Kamakura" an der Graphik-Biennale von Tokyo.

Die Mala Galerija in Ljubljana (Slowenien) zeigt eine Serie seiner Lithographien.

Die Galerie Creuzevault zeigt in ihrer zweiten Ausstellung Clavés Gemälde, Skulpturen und Objekte in Blei. Er stellt im Picasso-Museum in Antibes aus und in der Sala Gaspar von Barcelona, welche eine Gesamtschau seiner Werke zwischen 1953 und 1959 präsentiert. Im Museum Rath in Genf ist ebenfalls eine Gesamtschau zu sehen: "25 ans de peinture de Clavé" mit Bildern, Skulpturen, Bühnenbild-Modellen und Kostümen sowie Lithographien.

1963 führt Clavé mehrere Teppich-"Assemblages" aus, die im darauf folgenden Jahr im Museum von Bilbao gezeigt werden. Bilder, Triptychen und Skulpturen finden ihren Weg in die renommierte Zürcher Galerie von Semiha Huber. Er arbeitet an einer Bilderserie und gleichzeitig mit Lithographien und Radierungen zum Thema Hommage à Domenikos Théotokopoulos.

Übersiedlung nach Südfrankreich

1965 bezieht Clavé seinen Wohnsitz in Südfrankreich. Seine Tapisserie-Assemblagen finden wiederum Gefallen bei Semiha Huber in Zürich und auch in der Sala Gaspar von Barcelona, dort gleichzeitig mit der Hommage an Domenikos Théotokopoulos.

In den nächsten Jahren erhöht sich der Rhythmus der Folge seiner Ausstellungen: Galerie Creuzevault, Paris, 1968; Galerie Chozo Yoshii, Tokyo, 1969; Ensemble von Bildern, Collagen, Assemblagen, Skulpturen und Lithographien in der Sala Gaspar, Barcelona, 1970; Lithographien und Radierungen, Galerie Vision Nouvelle, Paris, 1971; "Œuvres de 1956 à 1971", Palais de la Méditerranée, Nizza, 1971.

1972 führt er eine Serie von Radierungen auf Aluminium aus, stellt in der Galerie Dreiseitel in Köln, in der Sala Gaspar und in der Chapelle du Page in Aix-en-Provence aus. Die Japanische Tageszeitung "Mainchini" organisiert eine große Ausstellung seiner Werke in der Galerie Matsuzakaya in Tokyo. Clavé begibt sich deswegen nach Japan, kehrt nach Frankreich über New York zurück, wo ihn die Graffitis in den Strassen und in der Metro zu neuen Gemälden inspirieren.

Zwei wichtige Clavé-Ausstellungen organisieren das Museum Umeda von Osaka und das Tel-Aviver Museum, die sein graphisches Werk von 1951 bis 1973 zeigen.

Die Technik des zerknüllten Papiers

Clavé setzt 1975 die Gravuren zur Illustration von "La Gloire des Rois de Saint-John Perse" fort und führt die ersten Versuche mit zerknülltem Papier in der Illusionstechnik aus.

Er stellt in der Galeria Guereta in Madrid und in der Galerie Sapone in Nizza aus und zeigt seine Werke der Periode von 1939 bis 1978 in der Sala Gaspar.

1977 zeigt er die Radierungen von "La Gloire des Rois" in der Galerie Sagot Le Garrec in Paris und in La Palette in Toulon; die illusionistischen zerknüllten Papiere sind zum ersten Mal in der Sala Gaspar zu sehen. Die Ecole des Beaux-Arts von Mülhausen organisiert in der Gemeinde-Bibliothek eine Ausstellung von Clavé.

1978 zeigt Alain Mousseigne im Rahmen von "Ateliers d‘Aujourd‘hui" im Centre Pompidou Paris Werke Clavés unter dem Titel "En marge de la peinture" (siehe auch das in diesem Katalog abgedruckte Interview von Alain Mousseigne mit Antoni Clavé) . Gleichzeitig präsentiert Jacques Lassaigne, Konservator des Musée d‘Art moderne der Stadt Paris, eine vollständige Retrospektive der Bilder Clavés von 1958 bis 1978; die illusionstechnischen Arbeiten sind zum ersten Mal in Paris ausgestellt.

Drei andere Ausstellungen finden gleichzeitig statt in der A.H. Graphik von Stockholm, im Musée d‘Art et d‘Histoire von Luxemburg und im Kunstmuseum von Taipei.

Das Unterlinden-Museum in Colmar zeigt eine Auswahl von Clavés Werken aus der Zeit zwischen 1958 bis 1978.

Die achtziger Jahre

Die achtziger Jahre machen die Anerkennung Antoni Clavés in seinem Geburtsland deutlich, wo eine Ausstellung der anderen folgt: "Bühnenbildnerische Werke von 1946 bis 1955" im Institut del Teatro, Barcelona, 1980; "Bilder und Graphik von 1939 bis 1980", Biblioteca Nacional, Madrid; "Das graphische Werk" war Gegenstand einer Wanderausstellung, die vom Kulturdepartment der Generalität von Katalonien organisiert wurde; "Bilder und Skulpturen", Museo de Bellas Artes von Valencia und in der Sala Luzán von Saragossa; Alicante, wo sein bühnenbildnerisches Werk ebenfalls gezeigt wurde.

Das Musée des Augustins von Toulouse organisiert während des Sommers eine Ausstellung mit Bildern von Clavé seit 1939. Auf der FIAC (Foire Internationale d‘Art Contemporain) von Paris zeigt die Sala Gaspar eine Auswahl von Bildern und Skulpturen von Clavé, darunter das graphische Werk, welches auch im katalanischen Studienzentrum gezeigt wird.

Im gleichen Jahr verwirklicht Clavé ein Fresko von 9 x 3 Metern am Flughafen von Barajas in Madrid. Unter dem Titel "Rund um die Malerei in Barajas" sind die Entwürfe der Arbeiten in Ölmalerei, Gouachen und Collagen in der Sala Gaspar ausgestellt, und ebenso Bilder und Skulpturen in der Galerie Sapone in Nizza.

Der Pavillon Spaniens an der Biennale von Venedig 1984 ist Clavé gewidmet: 125 Werke, Gemälde, Skulpturen, Modelle und Kostümprojekte fürs Theater, vermitteln die wesentlichen Spuren eines Lebens für die Malerei, welche 150 Lithographien und Radierungen im Museo de Arte Contemporáneo in Madrid vervollständigen.

1985 zeigt Clavé seine Bilder in der Nathan Sildeberg Gallery in New York und seine Graphik im Museo de Belas Artes von Havanna.

Im gleichen Jahr erweist Clavé Pablo Picasso eine Hommage unter dem Titel "A Don Pablo" in der Galerie Regards in Paris, wo 13 Bilder und Collagen ausgestellt sind. Diese Ausstellung reist danach nach Antibes ins Musée Picasso und im Jahr darauf in die Sala Gaspar. Im Sommer bestücken Bilder, Skulpturen und Objekte das Museum Rigaud und das Volkskundemuseum von Castillet im Perpignan, während die großformatigen Formate in der Kapelle des Château Royal de Collioure untergebracht sind.

Clavé unternimmt 1986 eine neue Stippvisite nach Japan, wo vier Ausstellungen mit Werken von 1960 bis 1985 im Metropolitan Teien Art Museum Tokyo; im Museum of Art, Osaka; im Museum Kiyoharu Shirakaba, Yamanashi-Ken und im Open Air Museum, Hakone, eröffnet werden. 1987 zeigt die Galerie Sapone in Nizza "Clavé années 60".

Letztere Galerie zeigt 1988 eine Auswahl der Werke bei "Art Jonction" in Nizza, und die Galerie Patrice Trigano stellt seine jüngsten Werke, insbesondere seine ersten "tableaux-jouets" auf der FIAC in Paris aus. Clavé schafft für die Fondation Van Gogh in Arles ein großes Bild nach dem Van Gogh‘schen Vorbild des "Tableau à la chaise".

Zwischen Februar und März 1989 präsentiert das Palais de la Virreina in Barcelona Clavés Skulpturen von 1939 bis 1986. Die auf der ARCO in Madrid von Patrice Trigano ausgestellten jüngsten Clavé-Bilder sind im März bis April auch Gegenstand einer Ausstellung in seiner Pariser Galerie.

Die Galerie Yoshii und die Galerie Marbeau zeigen seine kleinformatigen Arbeiten und seine Skulpturen. Seine Bilder und Graphik stellt das Történeti Muzeum in Budapest aus.

Im Oktober unternimmt er eine Reise nach New York, wo er sich wiederum für neue Bilderideen inspirieren lässt.

Die neunziger Jahre

Die 1990 von der Behörde von Barcelona bestellte monumentale Skulptur zur Erinnerung an die Weltausstellung von 1888 (13 x 4,30 Meter) wird im Zitadellenpark aufgestellt; Clavé führt die ersten Modelle für das wichtige Dekor von l‘Ajuntament aus.

Während des Sommers sind seine Werke in einer Ausstellung im Palacete Embarcadero in Santander zu sehen - organisiert von der Internationalen Universität Menendez y Pelayo.

Die unter dem Eindruck des Amerika-Besuches von Clavé entstandenen Werke stellt Patrice Trigano unter dem Titel "Vu à New York" auf der internationalen Kunstmesse "Art" in Basel aus und im darauf folgenden Oktober in seiner Galerie in Paris. Die Galerie Marbeau zeigt zur gleichen Zeit Skulpturen und Objekte.

Das Ircam (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) im Centre Pompidou in Paris präsentiert "Convergences Clavé-Boulez".

1992 organisiert die Galerie Patrice Trigano eine Ausstellung in Paris mit Bronzeskulpturen. Das Museo Nacional de Bellas Artes de Santiago de Chile präsentiert eine große Retrospektive, und ebenfalls eine Retrospektive zeigt 1993 das Palau de la Vireiva de Barcelona mit dem Titel "Clavé, Werke von 1958 bis 1993".

Die Ausstellungen in Europa mehren sich im Laufe der folgenden Jahre: "Muestra antológica 1960-1994", Galería Maggiore, Bologna, 1995; "Antoni Clavé, Diptiques et Collages", Galerie Chozo Yoshii, Paris, 1995; "Pinturas, Trípticos y Collages", Galería Joan Gaspar, Barcelona, 1995; "Clavé", Galerie Elyseum, New York, 1995; "Antoni Clavé. Obres de les Sales Antoni Clavé del Palau de la Generalitat i del Fons d’Art de la Generalitat de Catalunya. Obra grafica del Fons d’Art de la Generalitat de Catalunya. Donació", Fons d’Art de la Generalitat de Catalunya, Barcelona 1995; "Antoni Clavé, Peintures, Triptiques et Collages", Galerie Chozo Yoshii, Paris, 1996; "Pinturas, Esculturas, Objetos 1960-1996", La Pedrera, Caixa de Catalunya, 1996; "10 portraits d’après Raphaël, Boticelli et Leonardo", Galerie Sapone, Nizza, 1997.

Grosse Retrospektiven finden Ende der Neunziger Jahre statt: "Pinturas 1928-1998", Galería Joan Gaspar, Barcelona, 1998; "Antoni Clavé", Centre d’Art Santa Mónica, Barcelona; Centre d’Etudes Catalanes, Paris; Museu d’Art Modern, Tarragona, 1998; "Pinturas 1980-1999", Centro Cultural del Conde Duque, Madrid, 1999, "Antoni Clavé. Opere 1960-1999", Galleria San Carlo, Milano.

Im Jahr 2001, gleichzeitig mit Erscheinen des Buches von Pierre Daix, "Clavé, Assemblages 1960–1999" im Verlag Ides et Calendes, Neuchâtel, findet in Locarno eine Retrospektive statt, die Malerei, Skulpturen und Graphik umfasst. Die Galerie Joan Gaspar zeigt 2003 in Barcelona und 2004 in Madrid "Dix ans de peinture, 1993–2003".

Eine weitere Retrospektive mit den graphischen Arbeiten wird 2004 aus Anlass der Preisverleihung Tomàs Francisco Prieto im Museum Casa de la Moneda in Madrid organisiert.

Die Galerie Chozo Yoshii zeigt 2005 in Tokyo und später in Paris die letzten großen Gemälde von Clavé.

Antoni Clavé stirbt am 31. August 2005 im Alter von 92 Jahre in St-Tropez.