Werke / Works of art

Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"American Dream # 5" (The Golden Five)
5 Farbsiebdrucke (vollständiges Portfolio) 1980
67,9 x 68 cm Abb. 61 x 61 cm
Exemplar sign. num. dat. bet.
Auflage 142 Exemplare
Sheehan 113
[17054]

Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"The American Dream # 2"
4 Farbsiebdrucke (vollständiges Portfolio) 1982
67,9 x 68 cm Abb. 61 x 61 cm
Exemplar sign. num. dat. bet.
Auflage 138 Exemplare
Sheehan 125
[17055]
Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"The American Dream"
Robert Indiana, 1928 in New Castle als Robert Clarke geboren, nannte sich 1959 nach dem US-Staat, in dem er zur Welt kam, Indiana. Nach Studien in Indianapolis, Edinburgh und London, ließ er sich 1954 in New York nieder und avancierte zu einer Schlüsselfigur der amerikanischen Pop Art.
Robert Indianas plakative Zeichenbilder greifen die signalhafte Bildsprache kommerzieller Werbung auf und verbinden sich mit den Ausdrucksmitteln amerikanischer Kunst der 20er Jahre. Es sind die scharfen Umrisse der monumentalen Buchstaben, Zahlen und Formen, umgesetzt in klaren, leuchtenden Farben, mit denen er seine individuelle Bildaussage erreicht. Seine Arbeiten wurden zu Ikonen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die erstaunliche Einfachheit ihrer Erscheinung hat dazu geführt, dass die Bilder von Robert Indiana selbst zu einer Art Logo geworden sind.
Die vielleicht bekannteste Arbeit ist "LOVE", eine quadratische Komposition, in der die Buchstaben L und O auf den Buchstaben V und E stehen und das in den Farben Rot, Blau und Grün 1966 entstanden ist. Dieses Bild hat die Welt erobert.
Aber auch andere Wörter und Zahlen gestaltete er in plakativer und schablonenhafter Weise. Zahlen spielen in seinem Werk eine herausragende Rolle. Immer wieder hat er sich mit der Darstellung einzelner Ziffern befasst.
Was die graphische Kunst Robert Indianas auszeichnet, ist die stilsichere Verbindung von Typographie und geometrischen Farbflächen. Seine Werke sind leuchtend farbig, ohne trennende Konturen, so dass die Farbflächen unmittelbar gegeneinander stoßen.
Robert Indiana war als junger Künstler Teil der sich Ende der 50er Jahre von der sublimen Malerei emanzipierenden Kunstszene. Die graphischen Techniken boten den Künstlern der Pop Art eine hervorragende Ausdrucksform, um seriell zu arbeiten. 1966 entstanden Robert Indianas erste Serigraphien.
Robert Indiana interessierte sich für seine Existenz in einer Gesellschaft, die den "American Dream" propagierte. In seinen Arbeiten erahnt man Indianas Faszination für den "American Dream" – für das Versprechen dieses Traums und dessen düstere Schattenseiten. "Der amerikanische Traum war schlicht und einfach zerbrochen. Für uns und für viele Amerikaner hatte er keine Gültigkeit mehr." (Robert Indiana)
Der amerikanische Traum also nur eine Zahl, eine Nummer, ein Detail eines Spaß und Gewinn versprechenden Flipperautomaten wie die Wörter "Juke" und "Jack" in der ausgestellten Arbeit "The American Dream #2" suggerieren?
Indianas Lieblingsbild war "I saw the Figure Five in Gold” von Charles Demuth. Entstanden war es 1928 im Geburtsjahr Indianas. 1963, im Todesjahr William Carlos Williams, dessen Gedicht "The Great Figure” Charles Demuth zu seinem Gemälde angeregt hatte, malte Indiana eine gemeinsame Hommage an Demuth und Williams. Die Hommage ist eine fünfteilige Komposition in kreuzförmiger Anordnung mit dem Titel "The Demuth American Dream No. 5" in der fünfmal die dreifache Fünf von Demuths Gemälde zu sehen ist. "Während der zentrale Fünferkreis alle Monogramme und Worte aus Demuths Bild wieder aufgreift und mit der Kreisschrift "American Dream 1928/1963" verbindet, weisen die vier äußeren Kreise Indianas Leitworte "ERR – DIE – EAT – HUG" (Irre, Stirb, Iß, Umarme) auf …" (Karin von Maur (Hrsg.), Magie der Zahl in der Kunst des 20. Jahrhunderts, Verlag Gerd Hatje 1997, Seite 90)
Die in der Galerie Boisserée gezeigten fünf Farbsiebdrucke "American Dream # 5" (The Golden Five) sowie die 4 Farbsiebdrucke "American Dream # 2" (jeweils vollständige Portfolios) aus den Jahren 1980 und 1982 sind herausragende Beispiele aus dem seriellen Werk Robert Indianas.

Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"The Golden Future of America"
Farbsiebdruck 1976
66,5 x 51 cm Abb. 57 x 44,3 cm
sign. num. dat.
Auflage 50 Exemplare
Sheehan 92
[17619]

Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"Love" (heaven earth)
Farbsiebdruck 1996
61 x 50.5 cm Abb. 46,2 x 45,7 cm
sign. dat. bez.
[17617]

Robert Indiana
(geb. 1928 in New Castle, Indiana)
"Love" (earth heaven)
Farbsiebdruck 1996
61 x 50.5 cm Abb. 46,2 x 45,7 cm
sign. num. dat.
Auflage 50 Exemplare
[17616]