Werke / Works of art / Trabajos / Œuvres d'art

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Signs on Felt and Wood"
Mischtechnik auf filzbespanntem Holz (beidseitig bemalt) 1977
68 x 55,5 cm
sign.
Agustí 3186
[17205]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Le pied"
(Der Fuß)
Farbradierung 1969
58,5 x 77,8 cm Pr. 35,3 x 50,3 cm
sign.
Auflage 75 Exemplare
Galfetti 0204
[14460]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Arc blau"
Farbradierung mit Carborundum 1972
58,4 x 77,6 cm
sign. bez.
Auflage ca. 75 Exemplare
Galfetti 0288
[16637]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Camisa"
Farbradierung mit Carborundum und handaufgetragenem Weiß 1972
59 x 77 cm
sign. bez.
Auflage ca. 75 Exemplare
Galfetti 0301
[16859]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"H. renversé"
(umgestoßenes H)
Farbradierung 1975
57 x 75,7 cm Pr. 35,5 x 50 cm
sign. num.
Auflage 75 Exemplare
Galfetti 0501
[14803]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"La Cama"
Farbaquatintaradierung 1975
56,9 x 77,2 cm Pr. 43,7 x 63 cm
sign. bez.
Auflage 90 Exemplare
Galfetti/Homs 0510
[17453]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Marró i roig"
Farbradierung mit Carborundum 1976
56,2 x 76,5 cm Pr. 43,5 x 62,8 cm
sign. num.
Auflage 90 Exemplare
Galfetti/Homs 0607
[17455]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Estisores-2"
Farbradierung mit Carborundum 1979
83 x 69,7 cm Pr. 68 x 60 cm
sign. num.
Auflage 95 Exemplare
Galfetti/Homs 0711
[16860]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Cinta roja"
Farbradierung mit Carborundum 1979
73 x 56 cm Pr. 43,6 x 42,7 cm
sign. num.
Auflage 177 Exemplare
Galfetti/Homs 0725
[15442]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Oval"
Farbaquatintaradierung mit Prägedruck 1979
56,5 x 72,3 cm Abb. 48,7 x 64,5 cm
sign. num.
Auflage 102 Exemplare
Galfetti/Homs 0728
[17914]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Empreinte"
Farbaquatintaradierung mit Carborundum und Stoffcollage 1981
63 x 91 cm Pr. 63 x 91 cm
sign. num.
Auflage 70 Exemplare
Galfetti/Homs 0784
[17967]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Vertical"
Zucker-Gravur und Farbradierung 1981
121 x 40 cm Pr. 108,3 x 34,7 cm
sign. num.
Auflage 67 Exemplare
Galfetti/Homs 0800
[16248]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
aus "La pierre trouant le sens mais, plus
tard, le ciel au fond de l'entaille"
Farbradierung 1981
66 x 50,3 cm Pr. 39,5 x 32,2 cm
sign. num.
Auflage 110 Exemplare
Galfetti/Homs 0818
[15786]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Blanc central"
Farbaquatintaradierung mit Carborundum und Reliefprägung 1982
76,7 x 55,9 cm Pr. 49 x 41,7 cm
sign. num.
Auflage 134 Exemplare
Galfetti/Homs 0847
[16074]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"3 i 4"
Farbaquatintaradierung mit Carborundum 1982
56,5 x 76,5 cm Pr. 44 x 65,5 cm
sign. num.
Auflage 134 Exemplare
Galfetti/Homs 0851
[15784]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"A.T."
Farbaquatintaradierung mit Carborundum 1985
75,3 x 74,3 cm
sign. num.
Auflage 134 Exemplare
Galfetti/Homs 1017
[18310]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Formes i vernis"
Farbaquatintaradierung mit Carborundum 1986
96 x 128,5 cm
sign. num.
Auflage 135 Exemplare
Galfetti/Homs 1065
[18088]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
ohne Titel
aus "El rei de la màgia"
Farbradierung 1986
65 x 85 cm Pr. 46,7 x 69 cm
sign. num.
Auflage 145 Exemplare
Galfetti/Homs 1082
[16090]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Objectes"
Farbaquatintaradierung mit Carborundum 1987
56 x 76 cm
sign. num.
Auflage 135 Exemplare
registriert von Homs
[18308]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"GAT"
Farbcarborundumradierung 1988
56,5 x 75,5 cm
sign. num.
Auflage 184 Exemplare
registriert von Homs
[15708]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Forma Blanca"
Farbradierung mit Carborundum 1988
56,5 x 76 cm
sign. num.
Auflage 114 Exemplare
Galfetti/Homs 1204
[18309]

Antoni Tàpies
(geb. 1923 Barcelona)
"Ulls i Boca"
Farbaquatintaradierung und Siebdruck 1995
128 x 78,5 cm
sign. num.
Auflage 36 Exemplare
registriert von Homs
[16872]
Biografie / Biography / Biografía / Biographie
1923 in Barcelona geboren, gilt als wichtigster spanischer Künstler des Informel.
Mit seinen gewaltigen, ausdrucksstarken Material- und Objektbildern ist er in allen internationalen Sammlungen vertreten. Nach einem dreijährigen Jurastudium widmet er sich 1943 ganz der Malerei. Seine Bilder entstehen durch den Auftrag dicker Farbpasten, das Abkratzen derselben, die Collage verschiedenster Materialien, und beinhalten immer wieder graphische Strukturen, die an Graffiti erinnern. Ende der 40er Jahre wird für Tàpies, auch unter dem Einfluß von Joan Miró, Paul Klee und Max Ernst, der Surrealismus wichtig. Durch den zunehmenden Kontakt zu Intellektuellen und Künstlerfreunden, anläßlich eines einjährigen Stipendiums in Paris, löst sich Tàpies vom Surrealismus. Die Maler Dubuffet und Fautrier stehen dem Künstler nahe, der nun für die Farbe und die Materie eine Eigenaussage entwickelt. Einer "Ästhetik der Ärmlichkeit" folgend, verarbeitet er Materialien und Fundstücke auf eine so unverwechselbare Art und Weise, daß jeglicher Reiz des Dekorativen ausgeschaltet bleibt. Bereits in den 50er Jahren ist Antoni Tàpies durch internationale Ausstellungen weithin bekannt, seine künstlerische Arbeit setzt er gerade auch in den 60er und 70er Jahren mit großer Liebe und Experimentierfreude in der Druckgraphik um. Tàpies, der jeglichen Kulturdirigismus verurteilt und mit seiner "Anti-Ästhetik" seine schöpferische Freiheit verteidigt, ist 1958 im spanischen Pavillon der BIENNALE von Venedig vertreten, erhält 1964 einen eigenen Raum auf der documenta III, und gründet 1987 die Fundació Antoni Tàpies in Barcelona.

Montage von Unterhemd und Socken auf Lithographiestein, St. Gallen 20. September 1990
© Franziska Messner – Rast, St. Gallen
| 1923 | Tàpies wird am 13.12. in Barcelona geboren. |
| 1934 | Erste Zeichen- und Malversuche. Durch Zeitschriften hat er den ersten Kontakt zur zeitgenössischen Kunst und Literatur. |
| 1940 | Zweijähriger Sanatoriumsaufenthalt aufgrund eines akuten Herz- und Lungenleidens. Er widmet sich der Literatur, Philosophie und Musik. Er zeichnet viel und kopiert Bilder von van Gogh und Picasso. |
| 1943 | Beginn eines Jura-Studiums an der Universität in Barcelona, das er 1946 wieder aufgibt. |
| 1944 | Besucht für zwei Monate die Kunstakademie "Nolase-Valls". |
| 1945 | Werke mit pastosem Farbauftrag und Materialcollagen mit Schnüren, Erde, Zeitungs- und Toilettenpapier. |
| 1947 | Erste Ausstellung beim "Oktobersalon in Barcelona". |
| 1948 | Gründet mit anderen jungen Malern und Schriftstellern die Zeitschrift "Dau al Set". Im Oktober- Salon in Barcelona stellt er erstmals zwei Bilder aus. Eine Collage mit Kreuzen aus Toilettenpapier erregt heftige Diskussionen. |
| 1949 | Teilnahme an der Ausstellung "Un aspect de la peinture catalane" in Barcelona. Erste Radierungen. Seine Werke sind jetzt stark vom Surrealismus beeinflusst. |
| 1950 | Erste Einzelausstellung in Barcelona. Stipendium ermöglicht einen einjährigen Aufenthalt in Paris. |
| 1952 | Beteiligung an der XXVI. Biennale in Venedig. |
| 1953 | Erste Ausstellung bei Martha Jackson in New York. Beteiligung an der Biennale von Sao Paulo, wo er einen Preis gewinnt. |
| 1954 | Teilnahme an der Biennale in Venedig. Bekanntschaft mit Michel Tapié. |
| 1958 | Tàpies vertritt Spanien bei der Biennale in Venedig. |
| 1960 | Teilnahme an den Ausstellungen "New Spanish Painting and Sculpture" Museum of Modern Art , New York) und "Before Picasso-after Picasso" Guggenheim Museum, New York). |
| 1962 | Die Kestner-Gesellschaft, Hannover, zeigt die erste Retrospektive in Deutschland. Ausstellung im Guggenheim Museum, New York. |
| 1963 | Umzug in die Calle Zaragoza, Barcelona, wo er bis heute lebt und arbeitet. |
| 1964 | Auf der documenta III ist er mit einem eigenen Raum vertreten. |
| 1966 | Tàpies wird bei einer Versammlung von Antifrankisten verhaftet. |
| 1968 | Für die Fenster des Kapuzinerklosters in Sion entstehen mit Tusche bemalte Tücher als Vorhänge. |
| 1970 | Arbeit an einem großen Foyerbild für das Theater in St. Gallen. Im Dezember nimmt er mit Miró anlässlich eines Gerichtsverfahrens gegen baskische Nationalisten an einer Versammlung spanischer Intellektueller im Kloster Montserrat teil. |
| 1973 | Tàpies veröffentlicht in der Tageszeitung "La Vanguardia" eine Serie von Artikeln, die später in Buchform erscheinen. |
| 1974 | In Barcelona wird der junge spanische Oppositionelle Salvador Puig Antich hingerichtet. Tàpies schafft daraufhin eine Serie von Monotypien mit dem Titel "Mörder". |
| 1979 | Ernennung zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste. |
| 1981 | In Saint-Paul-de-Vence entstehen unter der Anleitung des Töpfers Hans Spinner die ersten Skulpturen aus gebranntem Ton (Schamotte). |
| 1983 | Einweihung des Monuments für Picasso in Barcelona. |
| 1987 | Gründung der "Fundacio Antoni Tàpies" in Barcelona. |
| 1988 | Retrospektive im Musée Cantini, Marseille. |
| 1989 | Retrospektive des graphischen Werks in Peking. |
| 1990 | Eröffnung der "Fundacio Antoni Tàpies" in Barcelona. |
| 1992 | Es entstehen zwei große Wandarbeiten für den katalanischen Pavillon und den des Internationalen Olympischen Komitees auf der Weltausstellung in Sevilla. |
| 1993 | Im Spanischen Pavillon auf der Biennale von Venedig wird sein "Environment Rinzen" (Plötzliches Erwachen) gezeigt und mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. |
| 1996 | Wanderretrospektive in Japan. |
| 1997 | Nimmt mit einem Vortrag zum Thema "L’art entre la despotisme et l’anarchie" an einem Forum der Académie Universelle des Cultures (Paris) zur Frage der Intoleranz teil. Retrospective im Museo Precci, Prato. |
| 2000 | Retrospektive im Museo Nacional Centro Sofia, Madrid, anschließend im Haus der Kunst, München. |
| 2001 | Ausstellung "Antoni Tàpies ou la Poétique de la matière" mit Graphiken und Illustrierten Büchern in der Bibliothèque Nationale de France, Paris. |
| 2002 | Retrospektive der Illustrierten Bücher in der Fundació Antoni Tàpies, Barcelona. |
| 2003 | Thematische Wanderausstellung "Antoni Tàpies. Cos i llenguatge" (Körper und Sprache), organisiert von der Fundació Antoni Tàpies. |
| 2004 | Retrospektive im Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA). |
| 2005 | Retrospektive im Hara Museum in Tokyo. Weitere Einzelausstellungen in Waddington Galleries, London oder bei Lelong, Zurich. Lebt und arbeitet in Barcelona. |
Auszeichnungen
| 1958 | Erster Preis des Carnegie Instituts, Pittsburgh. |
| 1960 | Preis der Internationalen Biennale für Grafik in Tokio. |
| 1964 | Preis der Guggenheim Foundation, New York. |
| 1966 | Großer Preis der VI. Biennale di Mentone. |
| 1967 | Großer Preis der Grafik-Biennale Ljubljana. |
| 1972 | Rubens-Preis der Stadt Siegen. |
| 1974 | Erhält die Stephan-Lochner-Medaille der Stadt Köln. |
| 1979 | Literaturpreis der Stadt Barcelona für seine Autobiographie. |
| 1982 | Preis der Stiftung Wolf, Jerusalem (zusammen mit Chagall). |
| 1983 | Rembrandt-Preis der Stiftung M.Töpfer, Hamburg. |
| 1984 | Friedenspreis der spanischen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. |
| 1985 | "Prix international de peinture" der französischen Regierung. Ernennung zum Mitglied der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Schweden. |
| 1988 | Ehrendoktorwürde der Universität von Barcelona. "Commendeur de l’Ordre des Arts et des Lettres" der französischen Regierung. Ehrenmitglied der Gesellschaft Bildender Künstler Österreichs. |
| 1990 | Ehrendoktor der Universitäten von Glasgow und den Balearen. |
| 1991 | "Premio Tomás Francisco Prieto” der Fundación Cultural Casas de la Moneda. |
| 1992 | Ehrenmitglied der Royal Academy of Arts, London und der amerikanischen Academy of Arts and Sciences, Cambridge, Mass. |
| 1993 | Picasso-Medaille der UNESCO. |
| 1996 | Kreuz des Santiago-Ordens der portugiesischen Regierung. |
| 1998 | Ehrendoktor der Budapester Akademie der Schönen Künste. |
| 2002 | "Premio Nacional de Grabado y Arte Grafico" der Calcografia Nacional und der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando, Madrid. |
| 2003 | "Premio Velázquez de las Artes Plásticas" des spanischen Ministerio de Educación y Cultura. |
| 2005 | Erhält den italienischen Lissone Preis für sein Gesamtwerk. |