Julian Opie

Werke / Works of art / Trabajos / Œuvres d'art

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Sara dancing in sparkly top"

Lentikular-Objekt in Aluminiumrahmen 2007

99,4 x 48,6 cm

sign. num.

Auflage 45 Exemplare

[17469]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Shahnoza dancing in white dress"

Lentikular-Objekt in Aluminiumrahmen 2007

99 x 49 cm

sign. num.

Auflage 45 Exemplare

[17467]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Ruth with Cigarette 1"

Farblambda-Druck auf Dibond 2005/2006

103 x 71 cm

sign. num.

Auflage 61 Exemplare

[18119]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Ruth with Cigarette 2"

Farblambda-Druck auf Dibond 2005/2006

88,7 x 67,3 cm

sign. num.

Auflage 61 Exemplare

[18120]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Ruth with Cigarette 3"

Farblambda-Druck auf Dibond 2005/2006

93,2 x 67 cm

sign. num.

Auflage 50 Exemplare

[16512]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Ruth with Cigarette 5"

Farblambda-Druck auf Dibond 2005/2006

99,5 x 69,7 cm

sign. num.

Auflage 50 Exemplare

[16514]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"Ruth Smoking 2"

Farbsiebdruck 2006

121 x 84,8 cm

sign. num.

Auflage 50 Exemplare

[16516]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza 1"

aus "This is Shahnoza 1-5"

Siebdruck 2006

57 x 135,7 cm

sign. num.

Auflage 61 Exemplare

[18428]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza 2"

aus "This is Shahnoza 1-5"

Siebdruck 2006

57 x 136 cm

sign. num.

Auflage 61 Exemplare

[18427]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza 5"

aus "This is Shahnoza 1-5"

Siebdruck 2006

57 x 136 cm

sign. num. bez.

Auflage 61 Exemplare

[17735]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 01"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

131 x 157,5 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17477]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 02"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

78,5 x 137,5 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17737]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 03"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

97 x 141 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17479]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 04"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

70,5 x 249 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17739]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 05"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

93,5 x 148 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17481]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 07"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

98 x 122 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17483]

Julian Opie,

Julian Opie

(geb. 1958 in London)

"This is Shahnoza in 3 parts. 08"

dreiteiliges Objekt (schwarzer Samt/Stoff auf weißer Acrylplatte) 2008

130 x 147 cm x 3,8 cm

sign. num.

Auflage 30 Exemplare

[17484]


Biografie / Biography / Biografía / Biographie

Der englische Künstler Julian Opie gehört einer Generation junger Künstler an, die mit erfinderischer Neugier neue Materialien, Medien und Ideen einführen und bereits vorhandene oder noch zu findende technische Möglichkeiten ausloten.

1958 in London geboren, studierte er dort am Goldsmiths College of Art und erhielt 1984 durch seinen Aufsehen erregenden Beitrag auf der Kasseler documenta 8 internationale Anerkennung. Seit über zwei Jahrzehnten zählt er zu den bedeutendsten Vertretern der englischen Gegenwartskunst und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, 2001 die Auszeichnung der Music Week CADS für die beste Illustration „Best of Blur“. Seine Arbeiten befinden sich in weltweit wichtigen Sammlungen und Museen.

Seit Anfang der neunziger Jahre entwickelt Opie seine Bilder am Computer. Er bedient sich der Mittel digitaler Bildbearbeitung und der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten des Mediums. Modell steht ihm jedoch die Realität.

Opies unverkennbare Bildsprache besteht in der Reduktion individueller Merkmale der menschlichen Figur auf wenige Striche. In derselben Weise werden auch Landschaften, Architektur und Objekte verknappt. Opie verwandelt auf diese Weise ganz individuelle Gegenstände in universelle piktogrammartige Zeichen.

Die Porträts zeigen Opies am Comic geschulte Kunst, mit nur wenigen Linien Physiognomie anzudeuten. Es entstehen piktogrammartige Porträts. Grundlage für die Porträts sind Fotovorlagen, die Opie zunächst einscannt und dann mithilfe eines Computerprogramms umarbeitet. Wesentliches wird betont, anderes weggelassen. Das Subjekt wird auf charakteristische Eigenarten der Physiognomie reduziert, Details werden vergröbert. Mit den schwarzen Konturlinien, farbig monochromen Hintergründen sowie Punkt- und Strichkürzel für Augen, Nase und Mund erinnern sie an die Porträts von Comic-Figuren. Dennoch scheinen die charakteristischen Gesichtszüge der Personen durch die plakative Vereinfachung noch deutlicher hervorgehoben. „Für jede Person, die ich zeichne, versuche ich ein universelles Symbol zu schaffen“: prägnanter hätte Julian Opie das eigene Schaffen nicht charakterisieren können.

Die Galerie Boisserée versammelt einige von Opies viel beachteten Porträts und menschlichen Figuren, in denen er ganz bewusst die Grenzen der Stilisierung auslotet.

Julian Opie stellt den realen Körper eines Modells in einer Weise dar, wie er uns aus der Werbung geläufig ist. Es geht nicht darum, eine Bekannte zu skizzieren, sondern um ein stereotypisches Bild von Weiblichkeit.

Monochrome Hintergründe, Vinyl-Glanz und klare Umrisse bestimmen diese Ästhetik, in der sich die Körper zu einem Zeichensatz von Signalen der Sinnlichkeit vereinfachen. Dabei fügt sich Abstrahiertes unvermittelt neben Konkretes.

Mit der Serie „This is Shahnoza“ (2006) artikuliert Opie sein Interesse an der menschlichen Figur und ihren Bewegungen neu. „A more dynamic pose“ sollte die Darstellung auszeichnen. Hierfür dokumentierte er anhand von über zweitausend Fotografien und mehrstündigen Videofilmen die Bewegungen der Stripteasetänzerin Shahnoza, die er in einem Londoner Nachtclub auf der Suche nach einem passenden Modell kennen lernte. Opie zeichnete detailgetreu die Drehungen und Wendungen des tanzenden Körpers, seine exhibitionistischen Gesten und erotischen Stellungen auf. Anschließend analysierte und reduzierte er die Posen, indem er sie am Computer mit dem Zeichenstift überarbeitete. An das Setting des Striptease erinnert lediglich die Stange, um die die Stripperin tanzt. Gleichzeitig dient die Stange als kompositorisches Element der Bilder.

Imagination, wie Opie in einigen seiner Werktitel andeutet, ist zur Technologie geworden. „Im Winter 2003 wurde ich gebeten, mir etwas für ein Formel-1-Team auszudenken. Zuerst widerstrebte es mir, eine so spezifische [...] offensichtliche Aufgabe anzunehmen. Am Ende konnte ich nicht widerstehen, eine richtige Rennstrecke und Rennfahrer in Rennkleidung zu zeichnen. Der Tag, an dem ich die Fahrer fotografieren wollte, war unglaublich verregnet und die Fahrrunde wurde abgesagt. Nachdem ich drei Fahrer mit und ohne ihre Helme fotografiert hatte, wurde mir gesagt, ich könnte die Rennstrecke besichtigen, aber nur, wenn ich mit meinem eigenen Auto führe. Ich war zufrieden mit den Fotos, die ich machte, aber sie wirkten alle sehr grau und nass. Das sah zwar okay aus, aber es passte nicht zu dem Projekt, deshalb bat ich darum, dass Fotos von anderen Rennstrecken überall auf der Welt gemacht und mir gemailt würden. Dann benutzte ich die Farben von diesen Fotos für die fertigen Bilder. Es gibt ein Tool in dem Computerprogramm, das ich benutze (Illustrator 9), mit dem man Farben direkt von einer digitalen Fotografie übernehmen kann. Auf diese Weise fange ich an, die Farben für Landschaften und manchmal für das Haar in einem Porträt auszusuchen.“ (Julian Opie)

Mit den Arbeiten „Imagine you are walking“ geht Opie die Frage des Übergangs zwischen Kunst, Skulptur und Architektur direkt an, wobei die virtuelle Realität den Standort liefert.