Serge Poliakoff



"Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Lärm, sondern ein Schweigen,
das den Menschen Augen und Ohren öffnet für eine andere Welt."
"Wenn ein Bild Schweigen ist, bedeutet es für mich einen großen künstlerischen Erfolg."
"…weil, wenn man wirklich weiß, ist nicht mehr nötig zu reden."
Serge Poliakoff


Ausstellung / Exhibition / Exposición / Exposition



14.07.–21.08.2010

SERGE POLIAKOFF
(Moskau 1900 - 1969 Paris)
Ausgewählte Arbeiten aus dem graphischen Œuvre

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition noire, bleue et mauve"

Farbaquatintaradierung 1964

75,3 x 65,7 cm Pr. 62,5 x 47,5 cm

sign. num.

Auflage 77 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XIV

[18929]



Zur Eröffnung am Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 18.00 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.





Sie können sich hier alle Exponate der Ausstellung anzusehen:


Werke / Works of art / Trabajos / Œuvres d'art

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition carmin, brune, jaune et grise"

Farblithographie 1956

49,8 x 65,4 cm Abb. 43,5 x 58,5 cm

sign. num.

Auflage ca. 125 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière 11

[18910]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition bleue, noire et jaune"

Farblithographie 1957

65,9 x 49,9 cm Abb. 55 x 41 cm

sign. bez.

Auflage ca. 150 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière 15

[18911]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition grise, rouge et jaune"

Farblithographie 1960

56,5 x 76 cm Abb. 51 x 69 cm

sign. num.

Auflage 100 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Riviere 27

[18923]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition bleue, verte et rouge"

Farblithographie 1961

56,5 x 74,9 cm Abb. 46 x 61,5 cm

sign. num.

Auflage 65 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière 31

[18912]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition brune et orange"

Farbaquatintaradierung auf Zink 1961

76,4 x 56,4 cm Pr. 62,5 x 47,5 cm

sign. num.

Auflage ca. 50 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière VII

[18914]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition rouge et verte"

Farbaquatintaradierung 1962

75,6 x 56,5 cm Pr. 62,5 x 46,4 cm

sign. num.

Auflage 61 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XI

[18915]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition lie-de-vin et orange"

Farblithographie 1963

64,3 x 75,5 cm Abb. 46,5 x 61 cm

sign. num.

Auflage 300 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Riviere 39

[18920]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition noire, bleue et mauve"

Farbaquatintaradierung 1964

75,3 x 65,7 cm Pr. 62,5 x 47,5 cm

sign. num.

Auflage 77 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XIV

[18929]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition brune et rouge"

Farbaquatintaradierung 1964

87 x 56,5 cm Pr. 63,7 x 49,5 cm

sign. num. bez.

Auflage 87 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XV

[18916]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition bleue et rouge"

Farbaquatintaradierung 1965

76 x 57 cm Pr. 64,6 x 48,9 cm

sign. num.

Auflage 87 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XXVIII

[10662]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition verte"

Farblithographie 1966

80 x 62,8 cm Abb. 63,5 x 48 cm

sign. num.

Auflage 107 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière 53

[18913]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition verte, rouge et bleue"

Farblithographie 1966

63,3 x 80 cm Abb. 49 x 63,5 cm

sign. num.

Auflage 81 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Riviere 64

[18924]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition bleue et rouge"

Farbaquatintaradierung 1967

ca. 75,7 x ca. 55,5 cm Pr. 60,3 x 48,8 cm

sign. num.

Auflage 75 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Rivière XXXI

[18917]

Serge Poliakoff,

Serge Poliakoff

(Moskau 1900 - 1969 Paris)

"Composition rouge, bleue et noire"

Farblithographie 1969

105 x 75 cm Abb. 96 x 65 cm

sign. num.

Auflage ca. 103 Exemplare

Poliakoff/Schneider, Riviere 72

[18947]



Biografie / Biography / Biografía / Biographie

1906 geboren in Moskau
1914 Zeichenunterricht in Moskau
Er verbringt seine Kindheit und Jugendzeit in Moskau und besucht täglich mit seiner tiefgläubigen Mutter die Kirche. Die Faszination für die Kunst der Ikonen und die Auseinandersetzung mit Meditationspraktiken haben darin ihren Ursprung.
Während regelmäßiger Sommeraufenthalte auf dem Gut seiner Schwester Maria in Naltchnik im Kaukasus entstehen erste Landschaftsdarstellungen.
1918-19 Da sich die Lage in Moskau aufgrund der russischen Revolution verschlechtert, beschließt der Vater seine Familie auf dem Land in Sicherheit zu bringen. Auf der Zugfahrt flieht Serge in der Absicht sich der Weißen Armee anzuschließen; es folgen unruhige Wanderjahre durch Russland und den Kaukasus, endend in Konstantinopel. Dort begleitet er für einige Zeit seine Tante Nastia Poliakoff, eine berühmte Sängerin, auf der Gitarre.
1923 Übersiedelung nach Paris, wo er in den folgenden fast dreißig Jahren seinen Lebensunterhalt mit Auftritten als Gitarrenspieler in russischen Kabaretts bestreitet.
1924 Studium der Malerei an privaten Akademien.
1929 arbeitet in der Académie de la Grande-Chaumière am Montparnasse.
1933 Unterricht bei Ivan Cerf, Cosson und Othon Friesz an der Académie Frochot am Montmartre.
1935-37 geht mit Marcelle Perreur-Lloyd, einer jungen Französin irischer Herkunft, die er 1936 heiratet, nach London.
Besuch der Slade School of Art in London.
zahlreiche Museumsbesuche; insbesondere die Entdeckung der ägyptischen Sarkophage im British Museum haben Einfluss auf seine weitere Entwicklung.
1937-39 Rückkehr nach Paris; mehrere Ausstellungen in Pariser Galerien; Begegnung mit Kandinsky, Delaunay und Freundlich.
Sein erstes abstraktes Gemälde wird in der Galerie Le Niveau in Paris ausgestellt.
1938-45 stellt jährlich im Salon des Indépendants aus.
1942 Geburt des Sohnes Alexis.
1946 beteiligt sich am ausschließlich der abstrakten Kunst gewidmeten Salon des Réalistés Nouvelles.
Der Vergleich seiner starkfarbigen Bilder mit persischen Teppichen in der Rezension des Kritikers Charles Estienne über den Salon des Surindépendants führt ihn zu Bevorzugung einer gedämpften Farbpalette.
Seine erste Lithographie entsteht.
1947 Einzelausstellung in der Galerie Denise René.
Er erhält den Kandinsky-Preis zur Unterstützung der jungen abstrakten Malerei.
1948 erste Auslandsausstellung in der Galerie Tokanten in Kopenhagen; erster öffentlicher Ankauf eines seiner Werke durch das Museum von Grenoble.
1950 Seine Teilnahme am Salon de Mai wird von der Kritik als „wichtigstes Ereignis der Saison“ gewertet.
1952 Ein Vertrag mit der Galerie Bing ermöglicht es ihm, seine Arbeit als Musiker aufzugeben und sich ausschließlich der Malerei zu widmen.
Anlässlich der Ausstellung im Musée d´Art Moderne de Paris entdeckt er die Arbeit von Kasimir Malewitsch, die ihn in seinem eigenen Schaffen bestärkt.
1953-54 große Wanderausstellung durch Belgien.
1956 Auszeichnung mit dem Lissone-Preis.
1957 Die erste Radierung entsteht.
Herzanfall.
1958 zahlreiche Ausstellungen in französischen, schweizerischen, skandinavischen, deutschen und englischen Museen.
Entwurf des Bühnenbild für das Ballett „Contrepoint“ mit der Musik von Marius Constant und der Choreographie von Roland Petit.
Zeigt sich auf dem auf Rückweg von Italien nach Frankreich von der Scrovegni-Kapelle in Padua, den Ravenneser Mosaiken und den Höhlen von Lascaux sehr beeindruckt.
1962 erhält die französische Staatsbürgerschaft.
Beginn der Zusammenarbeit mit der Galerie im Erker in St. Gallen, in deren Druckerei in den folgenden Jahren zahlreiche Lithographien entstehen.
1965 erhält den Internationalen Preis der Biennale von Tokio.
Ein erneuter Herzanfall zwingt ihn dazu, seine künstlerische Tätigkeit einzuschränken.
Es entstehen vorwiegend kleine Formate.
1966 erhält den Großen Preis der Biennale von Menton.
1969 stirbt in Paris.